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#Bildbearbeitung - Hintergrund ändern in 3 einfachen Schritten

Immer wieder - gerade in der Herbst- und Winterzeit - fällt es einem auf, dass auf Instagram anscheinend jeder einen traumhaften Ausblick von seinem Fenster in den Wald hat. Oder auch das Auto, welches scheinbar immer an einem super idyllischen Ort steht. Längst schon ist uns allen natürlich klar (spätestens seit alle auch Vorher/Nachher Bilder posten), dass all das eine gute Bearbeitung ist. Meistens werden die Bilder auf einem Parkplatz oder eben direkt zu Hause mit Blick auf die Straße geschossen und anschließend mit ein paar Schritten zu einem richtigen Zauberbild verwandelt. Nachdem ich mich selbst nun auch eine ganze Zeit lang mit dem Thema Bildbearbeitung beschäftigt habe, kann ich euch ehrlich sagen, es ist nicht so schwer wie es aussieht! Jeder von uns kann mit nur einer App und ein paar Minuten Zeit unglaublich viel Idylle in ein Foto zaubern.

Da dieses Thema so umfassend ist, möchte ich gerne ein paar unterschiedliche Unterkategorien dazu mit euch teilen und heute beginnen wir einmal, passend zum nahenden Winter und damit der tristen Umgebung mit dem ändern des Hintergrundes. Ich zeige euch anhand eines Beispielbildes die wichtigsten Schritte. In meinem Fall passen Hauptbild und Hintergrund nicht optimal zueinander! Es ist wichtig darauf zu achten, dass man beispielsweise, wenn man auf einem Waldweg stehen möchte, der Waldweg lange genug ist, sodass es realistisch aussieht und man nicht in der Luft schwebt!


Dazu brauchst du:
  • PicsArt App in der kostenfreien Version (es gibt einige Tools die man nur in der kostenpflichtigen Version bekommt aber für grundlegende Dinge wie den Hintergrund oder kleinere Anpassungen benötigt man nur die kostenfreie Version).
  • Ein Foto bei dem relativ viel Hintergrund zu sehen ist (sehr genaue Detailsaufnahmen können zwar auch verwende werden aber kosten einem weitaus mehr Zeit da man Stück für Stück mit Radierer arbeiten muss).
  • Möglich aber kein Muss: ein zweites Bild welches du in den Hintergrund einfügen möchtest, beispielsweise einen schöneren Himmel oder einen bunten Waldweg. (grundsätzlich sind auch in der App selbst zu fast allen Begriffen passende Bilder kostenlos verfügbar. Wer die ganze Auswahl möchte muss die kostenpflichtige Version laden, hier finde ich es aber besser ansonsten auf eigene Fotos zurückzugreifen).

Beginnen wir nun mit dem eigentlichen Teil. Nach dem herunterladen kann man die App direkt öffnen und mit dem kleinen + am unteren Bildschirmrand direkt einmal das zu bearbeitende Hauptfoto öffnen. Man kann zwar auch zuerst den Hintergrund öffnen aber ich persönlich finde es leichter das Bild von beispielsweise mir selbst zuerst zu verwenden um dann daran den Hintergrund zu ändern. 

Schritt 1

Nun gibt es zwei Varianten.
Wenn ihr ein eigenes Bild habt, drückt ihr in der unteren Menüleise auf "Foto hinzufügen" und wählt das zweite dazugehörige Bild aus.

Wenn ihr einen Hintergrund von PicsArt möchtet klickt ihr auf "Aufkleber" könnt dort einen Suchbegriff (Achtung: die App findet teilweise unter dem englischen Begriff mehr als unter dem deutschen!) eingeben und dann passend dazu wählen. Alle Bilder die mit einer kleinen Krone gekennzeichnet sind, sind übrigens nur in der gezahlten Variante verfügbar.

 

Schritt 2

Zieht nun das überlagerte zweite Bild in die richtige Größe. Wenn ihr also beispielsweise auf dem Weg im Hintergrund stehen sollt (bei Ganzkörperbildern) zieht das Bild mit dem Doppelpfeil rechts unten im Eck so groß, dass es über euer gesamtes Bild geht und eure Füße auf dem Boden aufliegen. Damit ihr dies besser sehen könnt (und auch für den Radiervorgang) dreht die Deckkraft so weit runter, bis euer Bild Nr.1 durchscheint. Dann seht ihr auch ob eure Fußsohlen den Boden berühren oder etwas gar nicht passt. Zieht also so lange gleich bis der Hintergrund exakt so liegt, wie ihr es später haben wollt.

Schritt 3

Am oberen Bildschirmende ist nun ein kleines Symbol, dass direkt auch schon aussieht wie ein Radiergummi. Klickt darauf und dann könnt ihr auch schon beginnen zu radieren. In diesem Beispiel möchte ich, dass ich im Wald stehe und radiere somit vom überlegten Hintergrundbild mich selbst frei. Hier müsst ihr unbedingt sehr genau darauf achten, dass alle Linien relativ exakt gezogen werden denn sonst fehlt euch am Ende ein Teil eures Schuhs oder ein Finger. Daher mein Tipp: Lieber ein Bild mit weniger Details und vielen geraden Linien nehmen! Da kann man viel schöner am Rand entlang radieren als bei zum Beispiel zackigen Dingen wo man jede einzelne Zacke ausradieren muss!

Ihr könnt mit der unteren Leiste wählen zwischen:
1. Pinsel: mit diesem könnt ihr, wenn ihr einmal wo zu viel weg radiert habt die Linie wieder nachmalen.

2. Radierer: Auch dieser Vorgang kann immer wieder wiederholt werden bis alle Linien so sauber wie möglich aussehen. (in diesem Fall muss ich mich selbst komplett klar sehen und weiß dann, ich habe den Hintergrund von mir "abradiert")

3. Automatischer Vorgang: Das funktioniert bei Portraits ganz gut. PicsArt schafft es hier, fast alle Linien selbst gut zu radieren (es erkennt sozusagen wo das Gesicht ist und somit das überlagerte Bild weg muss) und ihr braucht nur mehr nachkontrollieren und eventuell kleine Korrekturen vornehmen.

Wenn ihr denkt es passt alles, klickt rechts oben auf den Hacken und ihr kommt wieder zur Erstansicht wo ihr die Deckkraft raufstellen könnt. Wenn ihr diese nun raufdreht und seht " Ach da habe ich eine Linie vergessen" oder "Oje ich stehe in der Luft": Einfach Deckkraft wieder runterdrehen und auf den Radierer gehen.  Dann könnt ihr weiter korrigieren.
Oft hilft es sehr, die Deckkraft dazwischen ein paar mal hochzudrehen und zu kontrollieren wie es aussieht, denn alles kann man nicht ganz so klar erkennen wenn die Deckkraft nur mehr bei 45% liegt.


Wichtige Info: Erst wenn ihr auf "Anwenden" klickt, wird das Ganze übernommen und ihr könnt nichts mehr korrigieren. Mann kann von dort aus dann zwar den Vorgang rückgängig machen aber dann gelangt man lediglich wieder zum kompletten Ursprungszustand der Bilder.
Wichtig also: klickt erst dann auf "Anwenden" wenn ihr euch 100% sicher seid, dass der Hintergrund so passt und ihr zufrieden seid und nichts mehr korrigieren wollt.

Weitere Einstellungen

Um den Hintergrund anzupassen, kann man sich etwas mit Helligkeit und Kontrast spielen. Man hat eben nicht immer die gleiche Belichtung und um hier ein optimales Ergebnis zu erzielen muss man den Hintergrund Helligkeitstechnisch natürlich auch an den restlichen Teil anpassen.

Habt ihr bereits Erfahrung mit dem Thema Bildbearbeitung? Wenn ja, mit welchen Apps arbeitet ihr am liebsten?

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